Sensationeller Antrag zur "Neuen Stadtmitte"

Einen sensationellen Antrag zur "Neuen Stadtmitte" brachte die SPD-Stadtratsfraktion Rheinstetten am 1.4.2010 um 0:11 Uhr beim Oberbürgermeister ein, der ungehend darauf reagierte, wie am 1.4.2010 in "Rheinstetten aktuell" nachzulesen war.

 

Seit dem Beginn der Planungen über die Entwicklung der „Neuen Stadtmitte“ wird immer wieder über einen barrierefreien Marktplatz in der neuen Stadtmitte diskutiert.

 

Hintergrund hierzu ist, dass der Platz beim Rösselsbrünnle sowohl durch den Fahrzeugverkehr, als auch durch die Straßenbahnlinie durchschnitten wird. Erschwerend kommt  hinzu, dass die Haltestelle höhergelegt ist um ein bequemes, ebenerdiges Einsteigen und die problemlose Nutzung für Rollstuhlfahrer zu ermöglichen. Dadurch leidet die Attraktivität und die Möglichkeiten des künftigen Markplatzes erheblich.

 

Wer wünscht sich nicht einen Marktplatz, auf welchem er ohne Fahrzeug- und Schienenverkehr flanieren oder auf welchem er ohne störenden Verkehr eine Tasse Cafe im Freien genießen kann. Das Beispiel des Rathausplatzes in Neuburgweier zeigt, wie attraktiv ein solcher Platz sein kann.

 Zusätzlich können auch Wochenmärkte und Feste viel einfacher durchgeführt werden.

 

Dies alles wünschen wir uns auch für einen neuen Marktplatz am Rösselsbrünnle. Deshalb haben wir heute einen Antrag eingereicht den Platz am Rösselsbrünnle zu untertunneln.

Tunnellösungen sind, wie die Beispiele Bahnhof Stuttgart und U-Strab Karlsruhe zeigen werden, zukunftsweisend, nachhaltig und damit auch äußerst wirtschaftlich.

 

SPD-Fraktion beantragt LED-Technik für Straßenbeleuchtung in Rheinstetten

LED-Lampen werden Quecksilberdampflampen in den nächsten Jahren nach und nach ersetzen. Für diese gilt auf jeden Fall ab 2015 ein Verkaufsverbot. LED-Leuchten sparen gegenüber den bisher eingesetzten Leuchten nicht nur bis zu 80 % der Energie, sondern sie haben mit erwarteten 20 Jahren auch eine wesentlich höhere Lebensdauer. Dies erspart außer den Energie- auch einen großen Teil der Wartungskosten.
Außer der Energieeinsparung leisten sie aber auch einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Wie der bis vor Kurzem im Amt befindliche Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) anlässlich der Einführung eines solchen Projektes an den Autobahnraststätten ausführte, seien die LED-Leuchten frei von Quecksilber und Natrium, entwickelten weniger Wärme und trügen damit zu Reduzierung des CO2- Ausstoßes bei. Zudem gäben LED-Dioden ein helles, warmes und gleichmäßiges Licht, welches auch weniger Insekten anzieht.
Mit Hilfe des Bundes hat auch die Stadt St. Georgen im Schwarzwald in diesem Jahr in einem Projekt einen Teil ihrer Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt.
Angesichts des Energieberichtes für die Stadt Rheinstetten und der hier immer noch verhältnismäßig hohen Energiekosten für die Straßenbeleuchtung hat die SPD-Fraktion die Anfrage gestellt, inwieweit der Einsatz der LED-Technik auch in Rheinstetten für eine fortschreitende Umstellung der Straßenbeleuchtung sinnvoll angewandt werden kann.
Damit wären wir nicht nur dem Verbot von Quecksilberdampflampen um einige Zeit voraus, sondern wir würden Rheinstetten auch in der Energieeinsparung und beim Umweltschutz wieder ein Stück weiterbringen. Schließlich werden von den bisher in Europa verwendeten 3,5 Milliarden Glühlampen, 95 % der eingespeisten Energie in Wärme und nur 5 % in Licht umgewandelt.

Rheinstetten hat ein Radproblem

Dass Rheinstetten ein Problem der Sicherheit der Fahrradfahrer hat, ist unserer Fraktion nicht erst seit dem Bericht des Polizeipräsidiums Karlsruhe bei der letzten Gemeinderatssitzung bekannt. Schließlich war es nur der Hartnäckigkeit unserer Fraktion zu verdanken, dass der gefährliche Verkehrsknoten an der Kreuzung Hertzstraße / L 566 durch einen Kreisverkehr entschärft wird. EPHK Zwirner vom Verkehrsreferat hat diese Maßnahme wegen der dadurch bewirkten Harmonisierung des Verkehrs ausdrücklich befürwortet. Nachdem nun die Radfahrer nach der Änderung der StVO bevorrechtigt werden können, bewirkt dies zusammen mit der vorgesehenen Verschwenkung des Radweges eine zusätzliche Sicherheit für die Fahrradfahrer.

Dass die Sicherheit der Fahrradfahrer nicht nur durch das Aufstellen von Verbots- und Gebotstafeln gewährleistet werden kann, müsste allen bekannt sein. Es müssen hierzu auch fahrradgerechte Verkehrswege erstellt werden. Dass dies in Rheinstetten nicht immer so ist, wurde bei der Präsentation überaus deutlich. Außer dem Brennpunkt an der Einmündung der Hertzstraße fiel insbesondere der Radweg entlang der Karlsruher Straße auf und wurde wegen seiner Verkehrsführung an einigen Stellen bemängelt.

Die SPD Fraktion hat aber auch weitere Gefahrenpunkte im Radwegenetz der Stadt erkannt und diese immer wieder im Gemeinderat bemängelt. So endet der Radweg nach Mörsch nach der Überquerung der L 566 auf dem ausgewiesenen Gehweg der Jakobstraße. Auch der Radweg entlang der L 566 zwischen Ettlingen und Mörsch endet kurz vor Mörsch ohne direkte Anbindung im Nichts. Für die Fahrradfahrer in Neuburgweier gibt es am Ortseingang keine vernünftige und sichere Querungsmöglichkeit. Dies um nur einige weitere Gefahrenstellen zu nennen.

Deshalb gibt es zur Verbesserung und zur sichereren Gestaltung des Radwegenetzes in Rheinstetten noch viel zu tun.
Aus diesem Grund erscheint es uns unverständlich, wenn die CDU-Fraktion, wie im letzten „Rheinstetten aktuell“ geschehen, unsere Anregungen zur Entschärfung der B 36 – Querungen und hier besonders an der K 3581/Hauptstraße als wenig sinnvoll und effektiv abtut. Es scheint, dass man auch hier, wie in der Hertzstraße, jahrelang dicke Bretter bohren muss, bevor unser Vorschlag akzeptiert wird.
Übrigens hat die SPD-Fraktion den Stellungnahmen zur Abbiegesituation an der B 36 / K 3581 nur zugestimmt, weil der Oberbürgermeister ein Verkehrsforum auch hinsichtlich dieser Kreuzung zugesichert hat.

Zur Sicherung des Straßenverkehrs ist die konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat und der Verwaltung auch im Interesse der schwächeren Verkehrsteilnehmer gefordert!
Die SPD-Fraktion wird sich auch weiterhin für die Behebung kritischer und gefährlicher Situationen einsetzen.

Gemeinderat beschließt Kreisel Hertzstr./L 566

In seiner Sitzung am 30. Juni beschloss der Gemeinderat zur Freude der SPD-Stadtratsfraktion den vieldiskutierten Kreisel an der Kreuzung L 566/Hertzstraße beim Aldi in Mörsch.

 

Aber die Einsicht, dass dieser Kreisverkehr die beste Lösung für die gefährliche Kreuzung ist, scheint nicht bei allen Gemeinderäten angekommen zu sein. Die CDU-Gemeinderäte Andrea Bengert, Rudi Burkart und Franz Deck stimmten gegen den Kreisel, CDU-Gemeinderat Franz Becker enthielt sich der Stimme (Die CDU-Gemeinderäte Julia Kühn, Christopher Essig und Jürgen Mohrhardt fehlten bei der Sitzung).

 

Gemeinderat Wolfgang Knoch übergab im Namen der SPD-Fraktion einen Antrag zum weiteren Vorgehen, um den Kreisel nicht nur umgehend, sondern vor allem  für alle Verkehrsteilnehmer optimal zu planen und zu bauen.

Großes Erstaunen rief die Aussage von Bürgermeister Hauk hervor, wonach mit dem Ingenieurbüro Dr. Köhler bereits ein Vorvertrag für den Kreiselbau bestehe. Der Vorgang erscheint mystriös, zumal der Gemeinderat in seiner Mehrheit bisher einen Kreisel abgelehnt hatte und am 30. Juni erstmals eine deutliche Mehrheit für den Kreisel stimmte! OB Schrempp sagte eine Prüfung des Vorgangs zu. Mehr...

 

Bis auf Weiteres keine Leserbriefe!

Mit dem Beschluss vom 27. 1. 2009 setzte der Gemeinderat das Veröffentlichen von Leserbriefen in "Rheinstetten aktuell" wegen der bevorstehenden Kommunalwahlen aus. Wir trugen diesen Beschluss mit.

 

Nun sind die Kommunalwahlen vorbei; Leserbriefe könnten nach den alten Regelungen wieder veröffentlicht werden, zumal es in den Jahren 2002 bis 2007 mit diesen kaum Probleme gab. Sollte die Verwaltung oder der neu Gemeinderat jedoch der Meinung sein, die bewährten Regelungen ändern zu müssen, so soll ihm das unbenommen bleiben.

 

Die Verwaltung wollte es anders: Sie legte dem Finanz- und Verwaltungsausschuss einen Vorschlag vor, der den gesamten Komplex neu regeln sollte. Die CDU-Fraktion beandtragte Absetzung dieses Tagesordnungspunktes, und damit eben auch indirekt, dass bis auf weiteres keine Leserbriefe veröffentlicht werden können. Die Mehrheit des Gremiums ( 7 CDU und 1 FDP) unterstützten den Antrag und setzten sich durch.

 

Unser Vorschlag, ab sofort die Veröffentlichungen nach bewährten Regeln bis zur Neuregelung wieder aufzunehmen, wurde danach nicht mehr behandelt.

 

Es ist unlogisch, ein bewährtes Verfahren, das aus einem ganz bestimmten Anlass ausgesetzt wurde, nach Wegfall dieses Anlasses nicht umgehend wieder zu praktizieren.

 

Wer dennoch so verfährt, handelt wie einer, der nach einem Regenguss seinen Schirm erst wieder schließt, nachdem er mit sich selbst und dem Familienrat einig geworden ist, welchen Regenschirm er zum nächsten Stadtbummel mitnimmt.